Bahnhof Metzingen: Alle drei Aufzüge sind jetzt in Betrieb

Seit Kurzem ist der Aufzug am 4. Gleis in Betrieb.
Thomas Kiehl- Metzinger Bahnhof jetzt komplett barrierefrei – drei Aufzüge in Betrieb.
- Ermstalbahn fährt ab Mitte Dezember im Halbstundentakt.
- Neuer Fußgängerüberweg an der Noyon-Allee verbessert barrierefreien Zugang.
- Modernisierung des Bahnhofs seit Januar 2022 – Kosten: 14,5 Mio. Euro.
- Neues Stellwerk geht im Dezember 2025 in Betrieb – dafür zweiwöchige Gleissperrung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Metzinger Bahnhof ist dieser Tage auch der Aufzug an Gleis 4 in Betrieb gegangen. Damit ist der Bahnhof jetzt komplett barrierefrei, wie die Stadtverwaltung Metzingen mitteilt. Bereits seit April dieses Jahres können die Aufzüge an Gleis 1 und am Mittelbahnsteig von den Reisenden genutzt werden.
Metzingens Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh freut sich, dass den Passagieren bereits jetzt alle Fahrstühle zur Verfügung stehen, obwohl das vierte Gleis erst ab Mitte Dezember benötigt wird. Dann soll die Ermstalbahn den lang ersehnten Halbstundentakt aufnehmen. „Mit allen neuen Aufzügen und dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs machen wir einen großen Schritt hin zu mehr Mobilität für alle“, sagt Carmen Haberstroh. Der Bahnhof der Kelternstadt werde jetzt für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck deutlich besser zugänglich. Barrierefreiheit sei dabei kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, betont die Oberbürgermeisterin.
Überweg für Fußgänger
Damit künftig auch die Öschhalle, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie das angrenzende Wohngebiet vom Bahnhof aus barrierefrei zu erreichen sind, entstand unter Bauleitung der Stadt Metzingen an der Noyon-Allee ein Überweg für Fußgänger, der mit einer Ampel versehen ist.
Im Januar 2022 hatten die Arbeiten für die Modernisierung und den barrierefreien Umbau des Metzinger Bahnhofs mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Wenn alle Arbeiten beendet sind, werden rund 14,5 Millionen Euro in seine Umgestaltung geflossen sein. Geld nahm dabei nicht nur die Deutsche Bahn in die Hand: Das Land steuerte 3,2 Millionen Euro bei, die Stadt Metzingen 860.000 Euro. Für das Geld ist unter anderem der Bahnsteig an Gleis 1 auf einer Länge von 295 Metern komplett erneuert und auf 76 Zentimeter angehoben worden. Dadurch können Reisende jetzt einfacher und bequemer in die Waggons ein- und aussteigen. Gleichzeitig können dort nun längere Züge anhalten. Modernisiert wurden zudem das Bahnhofsgebäude und die Anzeigetafeln, überdies entstand ein Blindenleitsystem. Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Bahnhofs sind die insgesamt drei Aufzüge.
Stellwerk geht in Betrieb
Während die Bahn das Ende ihrer Bauarbeiten vor einigen Monaten mit einem kleinen Festakt feierte, war die Regionalstadtbahn Schieneninfrastruktur GmbH, hervorgegangen aus der Erms-Neckar-Bahn AG, während des Sommers nochmals intensiv auf dem Areal tätig. Die Fachleute waren unter anderem mit dem Einbau von insgesamt sieben Weichen über alle vier Gleise des Bahnhofs beschäftigt. Diese sogenannte Spurplananpassung sorgt künftig dafür, dass das vorgesehene Betriebskonzept auch gefahren werden kann. Insbesondere können dann gleichzeitig Züge der Ermstalbahn nach Reutlingen ein- und ausfahren.
Damit der ab Mitte Dezember 2025 geplante Halbstundentakt der Ermstalbahn funktioniert, muss am Bahnhof Metzingen zudem ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb gehen. Um dies zu ermöglichen, werden die Gleise im Dezember noch einmal für voraussichtlich zwei Wochen gesperrt. Das Stellwerk wird dann als abschließende Maßnahme der Arbeiten mit dem neuen Fahrdienstleiter-Arbeitsplatz in Reutlingen verbunden. Von dort aus wird das Stellwerk in der Kelternstadt ab diesem Zeitpunkt mitgesteuert.